Naturheilverfahren

Homöopathie Köln: Forschung in der Wissenschaft

Homöopathie Köln – Forschung

Gegenwärtig wird um die Wissenschaftlichkeit der homöopathischen Heilskunst debattiert, man wirft ihr seitens der Schulmedizin mangelnde Beweise ihrer Wirksamkeit vor. Die Wirksamkeitsnachweise würden demnach ganz fehlen oder nicht methodisch erbracht werden, was die Schulmedizin regelmäßig fordert. Nach Samuel Hahnemanns Postulaten jedoch sollen die Beweise empirisch erbracht, “der Natur abgelauscht” werden. Erfahrung bildet die Grundlage und verfeinert auch die Erkenntnisse über die Wirksamkeit homöopathischer Methoden. Für diese rein empirische Ausrichtung gibt es historische Beispiele, etwa bei der Cholerabehandlung. Als im frühen 19. Jahrhundert auf dem europäischen Kontinent verschiedene Epidemien ausbrachen, verweigerten Traditionsmediziner den Kranken das Wasser und nahmen stattdessen Aderlässe vor, durch welche die Patienten zusätzlich erheblich geschwächt wurden. Samuel Hahnemann hingegen behandelte zusammen mit seinen Schülern und Helfern die Cholera-Kranken mit Wasser und Kampfer in homöopathischen Dosen, wodurch in den homöopathisch geführten Einrichtungen zwischen 89 – 96% der Erkrankten überleben, in klassischen Krankenhäusern hingegen nur etwa 50%. Dieser Erfolg brachte der Homöopathie jedoch nur eine vorübergehende Anerkennung ein, die klassische (heute Schul-) Medizin setzte sich durch und verdrängte die Homöopathie. Nach dem chemischen Beweis (ab dem frühen 20. Jahrhundert), dass ab einer bestimmten Potenz – sprich Verdünnung – praktisch keine Wirkung im biochemischen Sinne mehr erzielt werden kann, schob die Schulmedizin die Homöopathie ins Reich der Esoterik ab. Rein chemisch ist die Wirkung homöopathischer Stoffe tatsächlich schwer zu belegen. Homöopathen wie Biochemiker sprechen von der kausal-pharmakologischen Wirkungskette, die schwer herstellbar scheint. Eher könnten homöopathische Medikamente die gleiche Wirkung wie Placebos erzielen, sie müssten diese also übertreffen, um anerkannt zu werden. Ein Beweis für die Wirksamkeit muss unabhängig von Arzt, Patient, Zeit und Ort wiederholbar sein. Auch soll es eine molekular-kausale Erklärung für die Wirkung gerade der hohen Potenzen (also der größten Verdünnung) geben. Diese Forderungen kontert die Homöopathie-Forschung mit eigenen, empirisch basierten Ergebnissen: Arzneimittelprüfungen am Gesunden, sorgfältige Anamnese, Beobachtungen bei Kranken, Erforschung neuer Arzneisubstanzen und Auswertung individueller Symptome. In jüngster Zeit wurden hierbei Fortschritte erzielt, insbesondere in der klinischen homöopathischen Forschung.

Klinische Studien zur Homöopathie Köln

Linde et al. veröffentlichte 1997 den bislang umfassendsten Überblick über sämtliche klinischen Studien zur Homöopathie Köln. Hierbei ergaben über 60 Prozent ein positives, etwa ein Drittel der Studien ein negatives Bild. Der Hannoveraner Professor Harisch, Biochemiker an der dortigen Tierärztlichen Hochschule, bewies experimentell die Wirksamkeit der Potenzen, indem er Kalium cyanatum und Arsenicum album in potenzierten und nicht potenzierten Verdünnungen hinsichtlich ihrer Wirkung auf Enzyme untersuchte. Dabei konnte die Wirkung der Potenzen nachgewiesen werden, während der genaue Mechanismus nach wie vor unklar bleibt. Es gibt daher unterschiedliche Hypothesen zur Wirkung homöopathischer Stoffe:

  • Der Potenzierungsvorgang könnte im Trägerstoff strukturelle oder energetische Veränderungen erzeugen (oder beides), der Trägerstoff würde ein “Gedächtnis” erhalten, das der lebende Organismus (Mensch oder Tier) umsetzt. Auch chemische Cluster, Superradianz, Kohärenz und Wasserstoffbrücken werden diskutiert.
  • Die Potenzierung könnte eine Isotopenauswahl im Trägerstoff verursachen, die zum Informationsträger wird.

Auch Hahnemann sprach von einer nicht-materiellen, vielmehr “geistartigen” Wirkung seiner Arzneien.

Überblick : Homöopathische Arzneimittel

Homöopathie Köln in der Praxis

Köln: Die Verwendung von homöopathischen Arzneimitteln in der Therapie.

Wie alle Arzneimittel werden auch homöopathische Mittel an gesunden Personen überprüft. Hiermit soll festgestellt werden, welche Krankheiten und Beschwerden durch das Arzneimittel ausgelöst und geheilt werden können. Die geordneten Ergebnisse veröffentlichen die Hersteller zusammen mit klinischen und toxikologischen Beobachtungen, wodurch Arzneimittelbilder entstehen, die einen Steckbrief des jeweiligen homöopathischen Mittels mit all seinen Wirkungen darstellen. Aus der homöopathischen Untersuchung wiederum gewinnt der Therapeut die nötigen Informationen, um das richtige Mittel verschreiben zu können. Hierfür gleicht er das individuelle Krankheitsbild seines Patienten mit den Wirkungen der dokumentierten Arzneimittel ab, er untersucht also, welches homöopathische Mittel in unverdünnter Form einen ähnlichen Krankheitszustand hervorrufen würde. Die daraus folgende homöopathische Behandlung erfordert vom Therapeuten unter Umständen viel Zeit und für jeden einzelnen Klienten ein umfangreiches Literaturstudium, bei dem auch Hilfsmittel wie das Repertorium (ein Symptomenverzeichnis) zum Einsatz kommen. Um das richtige Arzneimittel herauszufinden, entscheidet der Therapeut unter unterschiedlichsten Aspekten. Zu diesen gehören:

  • Therapeutische Erfahrungen: Andere Kranke wurden bereits mit dem entsprechenden Mittel behandelt, wodurch sich Symptome bestätigten oder neue Aspekte sichtbar wurden. Wenn unter einer bestimmten Therapie Krankheitssymptome verschwinden, erweitert sich dadurch das Arzneimittelbild auch ohne vorhergehende Prüfung. Das erweitert künftig das Einsatzspektrum dieses Mittels.
  • Einzelmittel, Komplexmittel: Es gibt in der Homöopathie über tausend Einzelmittel (Ein-Wirkstoff-Präparate) und daneben Komplexmittel, die aus harmonisch aufeinander abgestimmten Präparaten bestehen, von denen jedes bei bestimmten Anwendungsgebieten wirksam ist. Die Komplexmittel bieten Apotheken als Tabletten oder Tropfen an, sie kürzen die Untersuchung von Patienten ab und sparen dadurch Zeit. Auch vereinfacht sich die Mittelwahl. Komplexmittel orientieren sich eher schulmedizinisch am allgemeinen Krankheitsbild und dessen Diagnose. Es haben sich inzwischen verschiedene Systeme etabliert, so zum Beispiel die Pflügerplexe, die Komplexmittel nach Pflüger darstellen, ebenso Nervoregin® oder A-Bomin.

Die Verwendung stets gleicher Mittel bei gleichen Krankheiten mit adäquaten Ursachen geht schon auf Samuel Hahnemann zurück, auch er schlug bei gleichen Symptomen, etwa der Erkältung, eine quasi schulmedizinische Diagnose der Krankheit vor (das Wort “Schulmedizin” gab es damals noch nicht). Der italienische Arzt Graf Mattai (1809 – 1869) entdeckte die positive Wirkung von Kombinationsmitteln bei homöopathischen Präparaten, er diagnostizierte eine signifikant schnellere Genesung beim Einsatz unterschiedlicher Mittel. Etwas später schuf der Berner Professor Bürgi hierzu die theoretischen Grundlagen, indem er postulierte, dass sich zwei Substanzen in ihren Wirkungen addieren, wenn sie dasselbe Krankheitssymptom beseitigen. Sie müssen hierzu lediglich die gleichen Angriffspunkte haben. Bei unterschiedlichen Angriffspunkten können sich die Wirkungen sogar potenzieren.

Bewährte und wirksame homöopathische Komplexmittel in Köln

Das Marplan-Institut stellte in den 2000er Jahren in einer Umfrage fest, dass 72 Prozent der Deutschen homöopathische Arzneimittel “prinzipiell gut” finden. Das Patienteninteresse wirkt sich auf die Praxis der Therapeuten aus. Die „Ärztliche Allgemeine” gab eine Umfrage unter Internisten und Allgemeinmedizinern in Auftrag, von denen 76,9 Prozent angaben, homöopathische Mittel gelegentlich bis oft zu verschreiben. Bei der Herstellung homöopathischer Mittel hat sich in den letzten über 200 Jahren einiges geändert, grundlegend haben sich jedoch die 1796 von Hahnemann erstmals publizierten Grundsätze bewährt. Die Potenzierung hatte Hahnemann entwickelt, um seinen Grundsubstanzen “Potenz”, also Kraft zu verleihen. Die Rohstoffe – vorwiegend pflanzlich, aber auch tierisch oder mineralisch – werden zunächst in die Formen der flüssigen Urtinktur oder der pulverisierten Verreibung gebracht. Danach erfolgt die Vermischung der flüssigen Urtinktur mit Alkohol und Wasser oder die Vermischung des Pulvers mit Milchzucker. Wirksubstanz und Trägerstoff werden in bestimmten Verdünnungsverhältnissen gemischt, die als D-Potenz (1:10, 1:20 und fortlaufen), C-Potenz (1:100, 1:200 und fortlaufend) oder LM-Potenz 1:50.000 und fortlaufend in 50.000er Schritten) verschüttelt oder verrieben. Um etwa eine D-Potenz herzustellen, mischt der Homöopath ein Teil der Urtinktur mit neun Trägersubstanz-Teilen in einem Fläschchen und gibt händisch mindestens zehn Schüttelschläge zu. Um die D2-Potenz in Köln herzustellen, wird ein Teil der D1-Potenz mit neun Teilen Trägersubstanz gemischt, was bis zur gewünschten Potenz fortgesetzt wird. Die materielle Substanz nimmt dabei ab, die Kräfte für die Heilwirkung steigern sich jedoch. Nun gibt es zwar diverse technische Möglichkeiten, dennoch stellen Homöopathen die Mittel immer noch traditionell von Hand her, was personal- und zeitintensiv ausfällt. Auch das zehnmalige Schütteln jeder Flasche erfolgt von Hand. Erst durch Verschütteln nach dem Verdünnen entwickelt ein homöopathisches Mittel seine Kraft. Wie diese Herstellung zu erfolgen hat, regelt das amtliche Deutsche Homöopathische Arzneibuch.

Homöopathie – Medizin & Naturheilverfahren

Homöopathie − aktuell wie nie zuvor

Naturheilverfahren werden von Patienten immer mehr geschätzt, von Ärzten und Heilpraktikern in immer größerem Umfang empfohlen. In diesem Zusammenhang steigt auch die Nachfrage nach homöopathischen Heilmethoden, was auch damit zusammenhängt, dass richtig angewandte Homöopathie keinerlei Nebenwirkungen aufweist. Was aber ist genau die Homöopathie? Der Begriff ist populär, von vielen Menschen aber nur schwer zu definieren. Noch schwerer fällt die Abgrenzung zu anderen heilpraktischen Verfahren, vor allem der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde).

Herkunft der Homöopathie

Rein begrifflich stammt das Wort aus dem Griechischen, es wird mit “ähnlichem Leiden” übersetzt. Gemeint ist damit, dass die Homöopathie kleinste Mengen eines Naturstoffes zur Heilung verabreicht, die in größerer Dosis zu genau denjenigen oder ähnlichen Symptomen führen würden, die für die jeweilige Krankheit charakteristisch sind. Ein Beispiel hierfür wäre die Abgeschlagenheit und das Fieber (typische Grippesymptome), die sich nach einer Einnahme von aus der Natur zubereitetem wildem Jasmin ergeben würden, wenn dieser nicht in homöopathischer, sondern in normaler Dosis getrunken würde. Als homöopathisches Mittel wiederum verwendet man genau gegen Fieber und Abgeschlagenheit kleinste Mengen von Ingredienzien aus wildem Jasmin. Homöopathische Grippemittel greifen bevorzugt auf wilden Jasmin zurück, natürlich auch Kombination mit anderen Mitteln. Damit ist die “Ähnlichkeitsregel” beschrieben, lateinisch “Similia similibus curentur”, die eines von drei Grundprinzipien der homöopathischen Heilslehre darstellt. Übersetzt heißt Similia similibus curentur “Ähnliches durch Ähnliches heilen”.

Entstehung und Entwicklung der Homöopathie

Der Begründer der Homöopathie Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843), ein habilitierter Mediziner, publizierte sein erstes Lehrbuch 1796, weshalb dieses Jahr als das Gründungsjahr der Homöopathie gilt. Hahnemann war auch Apotheker und Chemiker, er hatte vorab lange an den Grundprinzipien geforscht, bevor er sich an die Öffentlichkeit wagte. Über 200 Jahre danach steigt die Bedeutung der Homöopathie weltweit immer mehr an, die Zahl der Anhänger wächst kontinuierlich. Die homöopathischen Medikamente basieren auf pflanzlichen Stoffen in höchster Verdünnung (Potenzen), wodurch sie dem Widerstand von Patienten gegen chemische Präparate entgegen kommen. Eine homöopathische Therapie empfindet niemand als bedrohlich, dadurch verkörpert sie auf ideale Weise die gewünschte “sanfte” Medizin. Essenzielle Merkmale der Homöopathie können durch die gezielte Arzneimittelwahl gekennzeichnet werden, bei denen die Ähnlichkeitsregel zur Anwendung kommt. Diese richtet sich nach den individuellen Krankheitszeichen sowie den Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten. Ein weiteres entscheidendes Merkmal ist die potenzierte Verwendung der Arzneimittel.

Wurzeln der Homöopathie

Entsprechend der Ähnlichkeitsregel sucht ein Homöopath für die Behandlung kranker Menschen denjenigen Arzneistoff, der beim gesunden Menschen eine ähnliche Symptomatik erzeugen würde, wie sie der Heilpraktiker beim Kranken beobachtet. Dessen natürliche Krankheit wird dadurch von der künstlichen, mithin ähnlichen Krankheit überlagert. Das stößt die Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus an. Hahnemann wandte seinerzeit die pflanzlichen, mineralischen, tierischen und chemischen Arzneien in den zu seiner Zeit üblichen Gran-Dosen an (1Gran = 0,06 Gramm). Wenn er das richtige Arzneimittel gewählt hatte, stellte er fest, dass sich die Krankheitssymptome zunächst verstärkten, bis schließlich eine Heilung eintrat. Er definierte die erste Reaktion des Organismus als “Erstverschlimmerung” und wollte sie reduzieren, weshalb er die Arzneimitteldosen stufenweise in Alkohol verdünnte und dabei die Potenzen 1:100 und weitere solcher Potenzen anwandte. Feste Substanzen verrieb er in diesem Verhältnis mit Milchzucker. Dabei stellte er überrascht fest, dass die Arzneien mit zunehmender Verdünnung eine immer höhere Wirkung entfalteten, die er daher mit “Potenzen” aus dem lateinischen potentia = Kraft kennzeichnete. Geringere als Hunderterpotenzen (C-Potenzen) wandte Hahnemann nicht an, er führte sie im Gegenteil bis zu seinem Tod auf immer höhere Ebenen und beschrieb zuletzt die auch heute noch verwendete LM-Potenz 1:50.000, während viel später, vor allem in Deutschland, auch geringere D-Potenzen von 1:10, 1:20 und so fort üblich wurden.